Rabenkrähen

Kurz nachdem die ersten Bewohner in die Siedlung im Eschberg einzogen, wies mich ein Nachbar auf den Lärm hin, welche die Krähen abends zum Besten gaben. In grossen Schwärmen stritten sie sich um die besten Schlafbäume am Eschberg und dem Berenbach entlang. Das wird im Frühjahr wieder aufhören, tröstete ich. Und schrieb dann in der letzten Notiz: „Hört man jetzt im Juni Krähen krächzen, kann man fast sicher sein, dass ein Milan oder Bussard über dem Eschberg segelt.“

Aus Mäck, U. & M.-E. Jürgens, 1999: Aaskrähe, Elster und Eichelhäher in Deutschland. Bundesamt für Naturschutz, Bonn: 252 S:
„Der mitteleuropäische Aaskrähenbestand setzt sich aus zwei Sozietäten zusammen, den territorialen Brutpaaren und den lockere Schwärme bildenden Nichtbrütern. Die Nichtbrüter übernehmen wichtige Funktionen bei der Begrenzung der Populationsdichte: zum Einen stören sie Brutpaare beim Brutgeschäft, so daß bei einer hohen Zahl an umherstreifenden Nichtbrütern der Bruterfolg sinkt. Zum Anderen können die [nichtbrütenden] Nachkommen ihren Eltern bei der Verteidigung deren Reviers und sogar bei der Aufzucht helfen, bis sie sich selbst ein Revier erobern können, dann teilweise mit Unterstützung ihrer Eltern.
Außerhalb der Fortpflanzungszeit nach Auflösung der Familien und der Dismigration der Jungen, aber vor allem während der Wintermonate, verändern die Krähen ihr Sozialverhalten. Es kommt zur Bildung von Schlafplatzgesellschaften mit bis zu über 100 Individuen. „

Raben wird eine sehr hohe Intelligenz attestiert. Die Website
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,druck-475630,00.html berichtet
darüber auf wirklich lustige und wohl auch wissenschaftlich korrekte Weise.

Der Naturschutzbund Deutschland zu den Rabenvögeln:
http://www.nabu.de/m05/m05_03/00520.html
Da
werden eben in mindestens einem Bundesland Krähen und Elstern der Jagd frei gegeben, was den Naturschutzbund zu Protesten bewegt.

Höchst schweizerisch sachlich gibt sich die Vogelwarte Sempach:
http://www.vogelwarte.ch/

Fündig wird man mit den Suchwörtern Rabe oder Krähe. Übrigens: In Westeuropa bezeichnen wir die Aaskrähe als Rabenkrähe.
Freuen wir uns nach all diesen Informationen auf den nächsten Winter, bis die Jungraben wieder ihre Schwärme am Eschberg bilden. Übrigens: Raben gehören zu den Singvögeln. Singe, wem Gesang gegeben!

 

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