Festtage

Mit Weihnachten jährt sich nun zum ersten Mal ein hohes Fest, seit wir im Eschberg wohnen. Weihnachten 2006 war die Premiere, Weihnachten 2007 ist nun erste Wiederaufnahme, aber erst ab Weihnachten 2008 droht dann so nach und nach die Routine. Immerhin lassen sich schon Vergleiche ziehen: Das Wetter ist bisher nicht weihnächtlicher als letztes Jahr. Die Weihnachtsbeleuchtungen und –dekorationen sind übers Jahr üppiger geworden, heller und farbiger. Die Fassaden kletternden Weihnachtsmänner grösser und gewichtiger. Leises, warmes Kerzenlicht flackert da und dort scheu gegen die elektrische Konkurrenz an. Rentiere mit dem Juleman, der so sehr unserem Samichlaus gleicht, kommen offenbar ohne Engel aus. Dabei formuliert auch die neu übersetzte Zwinglibibel noch heute:

„Und es geschah, während sie dort waren, dass die Zeit kam, da sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe, denn in der Herberge war kein Platz für sie. Und es waren Hirten in jener Gegend auf freiem Feld und hielten in der Nacht Wache bei ihrer Herde. Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und der Glanz des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich sehr. Da sagte der Engel zu ihnen: Fürchtet Euch nicht! Denn seht, ich verkündige Euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird: Euch wurde heute der Retter geboren, der Gesalbte, der Herr, in der Stadt Davids. Und dies sei Euch das Zeichen: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Futterkrippe liegt. Und auf einmal war bei dem Engel die ganze himmlische Heerschar, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden unter den Menschen seines Wohlgefallens.“
(Lukas 2, 6 – 14)

Oh, und dann, am 6. Dezember, abends, kamen Samichlaus und Schmutzli leibhaftig, aber sehr, sehr klein gewachsen auch ins Haus Nr 14, hatten ein grosses, grosses Buch und schöne Geschenke, Grittibänzen, Nüssli und Schöggeli!. Schmutzli schwenkte seine Fitze, musste sie aber nicht gebrauchen!

Und dann wird Neujahr.
Hüt isch Silväschter und morn isch Neujahr.
Grossvatter gib mer än Batze, susch zupf di a de Haar.

Mal sehen, ob das gemeinsame Anstossen auf dem Spielplatz zur schönen Gewohnheit wird. Letztes Jahr, man erinnert sich sicher, geschah dies in fröhlicher Stimmung in strömendem Regen. Falls es aber dieses Jahr nicht dazu kommen sollte, so wünschen wir von Haus 14 halt schon heute, wenn auch nur virtuell, allen Nachbarinnen und Nachbarn, allen Bewohnern der Siedlung im Eschberg Mut und Kraft und Glück und Segen für ein Neues Jahr.

 

 

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