Ferienzeit

Wie immer sind viele weg gefahren. Ins Maderanertal, zum Trekking nach Afrika, an den Strand am Mittelmeer oder zurück in ihr Herkunftsland. Andere sind hier geblieben. Vielleicht stillen sie ihr Fernweh mit mediterraner Kost:

Man kaufe einen frischen, schönen Pulpo, koche ihn in Salzwasser weich und schneide ihn in Stücke. Dann gebe man ihn in eine Sauce aus Olivenöl, dem Saft einer Zitrone, viel fein geschnittenem Knoblauch und glattem Peterli sowie Salz und scharfem Paprika.

Ferienzeit heisst Freizeit. Hier ein ausgefallener Zeitvertreib: Jeden Sommer findet in Biel ein internationales Schachfestival statt. Die Partien können heutzutage live am Computer verfolgt werden. Das vertreibt heisse Sommernachmittage im Nu! Star des diesjährigen Festivals war der erst siebzehnjährige Magnus Carlsen (2775 ELO und bereits Weltranglistenplatz sechs!). Er wurde aber nur Dritter, und der einzige Schweizer im Grossmeisterturnier gar nur Letzter. Insgesamt kämpften in Biel mehr als 270 Schachspieler, darunter auch der ehemalige Schweizer Juniorenweltmeister Werner Hug, der im Meisterturnier einen schönen zwanzigsten Platz belegte.

Ach ja, und dann noch dies: Wie jedes Jahr in den Sommerferien feiert die Schweiz auch diesmal die Legende von 1291. Wobei bemerkenswerte Jahreszahlen der Schweizer Geschichte ja auch 1315, 1515 und 1815 wären. Sie feiert mit Feuer und Flamme, mit Feuerwerk und Knallfröschen samt Gratislampions für die kleinen Dürntner.

Bald werden die Ferien vorbei und die Pendlerzüge wieder voll sein.

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