Eschberg – Eschenberg

In Winterthur steht der Eschenberg, grösser und imposanter als unser Eschberg, von viel Wald umgeben, ein Paradies für Naturfreunde, für Wanderer und Jogger. Beim Bruderholz auf dem Eschenberg gibt es ausser einem Kinderspielplatz mit Restaurant einen Tierpark mit Wildschweinen, mit Rothirschen, mit Mufflons und Wisente. Während uns im Teich die Tafelenten und die Mandarinenten in ihrer Pracht bekannt vorkamen, fragten wir uns, was denn ums Himmels Willen Mufflons wären oder eben Wisente.

Der Wisent oder der Europäische Bison (Bison bonasus) ist eine europäische Wildrindart. Wisente kamen noch bis in das frühe Mittelalter in den Urwäldern von West-, Zentral- und Südosteuropa vor. (Und jetzt also auf dem Eschberg? Pardon: Eschenberg, wie das?) Nach Anstrengungen seitens Zoos und Privatpersonen, die Art zu erhalten, konnten die ersten freilebenden Wisentherden 1952 im Gebiet des heutigen Nationalparks Białowieża an der polnisch-weißrussischen Grenze wieder ausgewildert werden. (WIKIPEDIA) Von da dürften die ersten Tiere dann direkt in unseren Kanton eingewandert sein. Nein?

Als Mufflon (Ovis orientalis orientalis-Gruppe) werden mehrere Unterarten des Wildschafs zusammengefasst. Der Mufflon gilt als Vorfahr des Hausschafs. (WIKIPEDIA) Die Hörner dieser Tiere sind imposant; stünden sie auf Felsen im Bündnerland, wir hielten sie für Steinböcke – ja, ich weiss, Steinböcke sind Ziegen und keine Schafe.
Wer sich für Wisente oder Mufflons oder Wildschweine interessiert – oder für Goldammern oder Buchfinken – der statte dem Eschenberg ob Winterthur einen Besuch ab, weil: Ich habe vergessen, einen Fotoapparat mitzunehmen.

Übrigens: Vom Balkon aus sah ich letzte Woche drei Rehe vom Eschberg hinunter zum Berenbach flüchten. Vor einem Mufflon oder einem Wisent?

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